Wie man Erkältungen einen Streich spielt

Wie man Erkältungen einen Streich spielt

Keine Frage, Husten, Schnupfen, Heiserkeit sind unangenehme Gesellen in der feuchten und kalten Jahreszeit. Beherzigt man jedoch einige Tipps, kann man Erkältungen sinnvoll vorbeugen.

Manchmal fühlt man in Herbst und Winter regelrecht die Anwesenheit der unterschiedlichsten Schnupfen Erreger, die an Orten wie z. B. in öffentlichen Verkehrsmitteln, lauern. Die Weitergabe dieser Erreger, die die Nasenschleimhäute anschwellen oder dem Hals nur noch krächzende Laute entspringen lassen, findet besonders dort ideale Bedingungen, wo viele Menschen aufeinander treffen. Doch auch das gemütliche Zuhause entpuppt sich häufig als arg hinterlistig in Sachen Schnupfen Erreger. Wer wenig lüftet, dabei die Wohnräume überheizt, bietet beste Chancen für Erkältungen.



Diese Tipps schützen vor einer Erkältung

Altbewährte Hausmittel oder neue Erkenntnisse, sie alle helfen mehr oder weniger, sich vor Erkältungen zu schützen. Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollte niemand in der kalten Jahreszeit verzichten. Denn die Zufuhr von Wasser oder ungesüßten Tee, mindestens 1,5 Liter täglich, hält die Schleimhäute in Mund und Rachen feucht und unterstützt somit die Reinigungs- und Schutzfunktion. Bakterien und Viren haben es so erheblich schwerer, in den Körper zu gelangen. Auch die Auswahl der folgenden Tipps bauen einen Schutzwall gegen Erkältungen auf:

  • Oft und vor allem gründlich die Hände waschen

Mit gründlichem Händewaschen ist gemeint, die Hände mindestens 30 Sekunden lang unter fließendem Wasser zu reinigen. Dies soll lt. Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Ansteckungsrisiko für Erkältungen um bis zu 55 Prozent reduzieren.

  • Bewegung, möglichst an der frischen Luft

Bewegung tut der gesamten Gesundheit gut. Täglich 30 bis 45 Minuten erhöht die Leistungsfähigkeit der Abwehrzellen. Die Sauerstoffversorgung, gerade in kalter Winterluft, stärkt zusätzlich die Abwehr, da die Luft dichter ist und pro Atemzug mehr an Sauerstoff aufgenommen wird

  • Auf ausreichenden sowie ungestörten Schlaf achten

Während einer Ruhephase von mindestens 7 Stunden werden vermehrt Abwehrzellen gebildet, lt. US-Wissenschaftler der University of California.

  • Öfter eine Pause einlegen

Das Immunsystem regeneriert sich, so wie unsere Muskeln, in den Pausen. Was lt. Studien bedeutet, Pausen von 15 Minuten am Vor- und Nachmittag tun unserem Immunsystem gut. Wer kann, darf sich zusätzlich einen Mittagsschlaf von 30 Minuten gönnen.

  • Keimen und Erregern ordentlich einheizen mit scharfen Gewürzen

Für eine verbesserte Durchblutung der Schleimhäute sorgen rote Chilichoten, Pfeffer oder Jalapeños. Das enthaltene Capsaicin hindert Keime weitgehend, sich in den Schleimhäuten festzusetzen. Deshalb: Speisen ordentlich scharf würzen!

  • Zweimal täglich Zähne putzen

Mundhygiene gehört zur täglichen Pflege, besonders, wenn man zu Zahnfleischentzündungen neigt. Denn ständig entzündetes Zahnfleisch ist eine Belastung für das Immunsystem. Vorbeugend ist es zudem sinnvoll, die Zahnbürste statt alle 4 Wochen bereits nach einer Woche zu wechseln.

  • Heißgetränk mit Ingwer tötet Keime und Bakterien

Dafür wird ein mindestens Daumengroßes Stück frischer Ingwer in Scheiben geschnitten und mit Wasser aufgegossen. Dann 10 Minuten lang köcheln lassen, abseihen und warm trinken.

  • Sonne tanken und Vitamin D aufnehmen

So oft es geht, sollte der Vitamin D Haushalt auf natürliche Weise aufgefüllt werden. Dies geschieht am besten durch direkte Sonneneinstrahlung. Vitamin D steckt außerdem in Leber, fettem Fisch, Eigelb, Butter, Milch, Champignons und Avocados. Auch die Zufuhr synthetischer Vitamin D Präparate kann nützlich sein. Zuvor sollte allerdings durch eine Blutuntersuchung ein eventueller Mangel nachgewiesen werden.

  • Regelmäßiges Saunabaden lässt Erkältungserregern keine Chance

Ordentliches Schwitzen, abgelöst durch einen Kaltwasserguss, bringt das Herz- und Kreislaufsystem in Schwung. Die Immunabwehr wird durch die wechselnden warmen und kalten Reize bestens trainiert

  • Ein heißes Bad erstickt die Erkältung im Keim

Sobald die ersten Anzeichen einer Erkältung auftreten, kann ein heißes Bad Wunder wirken. Durch die Wärme wird die Immunabwehr stimuliert. Nach dem Bad unterstützt Bettruhe den positiven Effekt

Manche bekommen eine Erkältung, andere nicht

Die beste Basis für eine stabile Gesundheit und damit für ein intaktes Immunsystem ist eine gesunde Lebensweise. Naht die feuchte und kalte Jahreszeit ist es sinnvoll, durch Stärkung der Abwehrkräfte Erkältungen vorzubeugen. Zwar ist ein intaktes Immunsystem kein hundertprozentiger Garant, Erkältungen zu entgehen, doch ist mit einem milderen Verlauf sowie schnellerer Genesung zu rechnen. Wer optimistisch bleibt und sich nicht von der feuchten und kalten Jahreszeit verschrecken lässt, stärkt bereits auf der enorm wichtigen mentalen Ebene sein Immunsystem. Nutzen auch Sie die Kraft einer positiven Lebenseinstellung und kommen Sie gut durch Herbst und Winter ohne Erkältungen!

Foto: EME, pixabay

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