Warum man trotz hungern nicht abnimmt

Sie hungern, essen kaum etwas über den Tag verteilt und trotzdem nehmen Sie kein Gramm ab? Kein Wunder, denn der Körper schaltet auf „Notfallplan“.

Die Hose ist zu eng, die Bluse oder das Jackett spannen über Bauch und Brust. Entweder gehen Sie locker mit Ihrem Gewicht um und greifen zukünftig zur nächsten Konfektionsgröße oder aber Sie sind fest entschlossen: „Die Pfunde müssen weg! Ab Morgen wird weniger gegessen!“ Wer sich nun für Blitzdiäten oder die „Null-Kalorien-Variante“ entscheidet, wird langfristig enttäuscht sein. Denn wer sich konsequent für einen bestimmten Zeitraum ständigem Hunger aussetzt, wird zwar einige Pfunde verlieren, jedoch wird der Erfolg nicht lange anhalten. Während der Nahrungseinschränkung unterliegt der Körper einer stressigen Tortur, das Gehirn beschäftigt sich ausgerechnet dann mehr als sonst mit Essen sowie der Nahrungsaufnahme. Deshalb schaltet es auf „Notfallplan“, schont die Reserven für schlechte Zeiten und legt neue Depots an. Diese werden bei auch geringer Nahrungsaufnahme so gut wie möglich sofort gefüllt. Es bedarf schon einer gewissen Disziplin, kulinarischen Verlockungen aus dem Weg zu gehen und manch einer, der während des Tages „eisern“ durchhält, schleicht nachts zum Kühlschrank.

Warum das Gehirn Diäten übel nimmt

Verzichtet der bzw. die Abnehmwillige auf ausreichend Nahrung, fühlt sich der Körper bedroht. Der seit Urzeiten bestehende menschliche Überlebensdrang lässt das Gehirn auf Notfall schalten. Fortan unternimmt es sämtliche Anstrengungen, für den Körper Nahrung aufzutreiben. Doch von nun an gilt, den während der Hungerphase mächtig gestiegenen Appetit zu bezwingen sowie sich einstellende Probleme mit der Verdauung zu vermeiden. Denn um Pfunde zu verlieren, funktioniert Hungern und Abnehmen nicht, denn es sollte mehr als nur ein Knäckebrot und ein Apfel gegessen werden! Ein täglicher Konflikt, der nur mit Willenskraft und Disziplin zu bewältigen ist, sofern Sie nicht enttäuscht mit den Worten : „Ich nehme nicht mehr ab“ aufgeben wollen. Nebenbei lohnt ein Blick auf die Trinkgewohnheiten. Verzichten Sie überwiegend auf zuckerhaltige Getränke wie Limonade, Coca Cola oder süße Fruchtsäfte. Auch wenn es anfangs schwer fallen mag, mehr „Geschmackloses“ wie stilles Wasser oder Mineralwasser zu trinken. Nehmen Sie Zucker zum Kaffee? Reduzieren Sie auch hier die täglichen Portionen. Sofern Sie sich für einen Diätplan entscheiden, achten Sie darauf, dass die Mahlzeiten einfach und schnell zuzubereiten sind. Exotische Zutaten sowie lange Zubereitungszeiten eignen sich eher weniger für den Alltag.

Warum der Darm Nahrung benötigt

Ohne ausreichende Nahrungsaufnahme wird das Abnehmen erheblich beschwert. Der Stoffwechsel läuft während der Hungerphase ohnehin auf Sparflamme, die Reserven der Fettdepots werden für schlechte Zeiten geschont. Dies ist auch der Grund, warum Diäten nach ersten Erfolgen ins Stocken geraten und Sie sich fragen, warum nehme ich nicht ab trotz Diät? Das Gewicht stagniert, die Verdauung will auch nicht mehr so richtig in Schwung kommen. Bewegung sowie eine ballaststoffreiche Ernährung führen langfristig eher zum gewünschten Erfolg. Stellen Sie also lieber Ihre Ernährungsgewohnheiten um und sehen Sie mehr stärkereiche Lebensmittel wie Körner, Samen und Knollen für Ihren Speiseplan vor. Die enthaltenen Kohlenhydrate und Ballaststoffe in Hülsenfrüchten wie z.B. Erbsen und Bohnen sowie in Getreide wie z.B. Roggen, Dinkel und Hirse liefern wertvolle Energie. Sie bescheren dem Darm genügend Arbeit für seine wichtige Aufgabe der Nahrungsverwertung. Bei jeder Diät gilt, so wie im Allgemeinen sonst auch, den Körper mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Durst signalisiert, dass die Depots längst geleert sind. Soweit sollten Sie es jedoch nicht kommen lassen. Trinken Sie auch, ohne Durst zu verspüren. 2 bis 3 Liter Wasser, Tee oder ungesüßte Fruchtsäfte helfen, das Hungergefühl zu dämpfen sowie die Körpersäfte im Fluss zu halten.

Foto: RyanMcGuire , pixabay

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