Kieferbruch – wie am besten essen und trinken?

Kieferbruch – wie am besten essen und trinken

Ein Kieferbruch beeinträchtigt die Nahrungsaufnahme erheblich. Essen und trinken wird anfangs zur Herausforderung, die Nahrungszubereitung erfordert sensible Handhabung.

Ein gebrochener Kiefer legt nicht nur für Wochen den gewohnten Umgang des Sprechens und der Zahnpflege lahm, ein Kieferbruch beeinträchtigt auch erheblich essen und trinken. Normale Beiß- und Kaufunktionen sind während der andauernden Heilungsphase nicht wie gewohnt möglich. Dies liegt weniger an den Schmerzen, die die Kaubewegungen sowie der Druck, der dabei entstehen und auf die Kiefergelenke drücken würde. Vielmehr liegt es an der Fixierung des gesamten Mundapparates, damit der Kieferbruch ohne Komplikationen heilen kann und die Zahnstellung möglichst wieder wie in ihrem Ursprung hergestellt wird. Doch wie ernährt man sich mit einem Kieferbruch?



Kieferbruch – es folgt die Zeit der Ruhigstellung

Kieferbruch – wie am besten essen und trinken-Kieferbruch – zur falschen Zeit am falschen Ort oder einfach nur Pech gehabt. Unfälle, Sportverletzungen, Schlägereien sind nur einige Auslöser für den Bruch des Kiefers. Obwohl der Kiefer beim Kauen und sogar beim nächtlichen Zähneknirschen erhebliche Kräfte aufbringt, scheinen der Kiefer samt Kiefergelenken bei Gewalteinwirkung weniger stark standzuhalten. Feine Risse im Kieferknochen bis hin zum völligen Bruch können je nach Intensität und Aufprall auf den Kiefer die Folgen sein. Die Erst- und Folgebehandlungen sollten immer durch einen Facharzt erfolgen. Die Zeit der Heilung kann einige Wochen in Anspruch nehmen. Um in dieser Zeit möglichst wenig abzunehmen und bei Kräften zu bleiben, müssen ausreichend Kalorien aufgenommen werden. Jedoch muss sämtliche Nahrung absolut flüssig sein und darf keine groben Fasern sowie andere Bestandteile wie beispielsweise Körner enthalten.

Kieferbruch – mit geschlossenem Mund essen

Je nach Befund wird beim Kieferbruch der gesamte Kiefer fixiert. Nun ist ein gehöriges Maß an Geduld gefordert, um den Heilungsprozess nicht zu gefährden. Die Art der Fixierung hängt ebenfalls vom Befund ab, wobei nur wenig Spielraum für die Nahrungsaufnahme bleibt. Damit sich keine Speisereste an der Fixierung sowie zwischen den Zähnen verfangen, muss die Nahrung so flüssig wie möglich sein. Zum einen können die Zähne während dieser Zeit nur bedingt geputzt werden und zum anderen passiert zu feste Nahrung nicht die zur Verfügung stehende Öffnung. Betroffene werden während der Heilungsphase mehr als einmal das Bedürfnis nach fester Nahrung oder etwas Deftigem haben. Dies lässt sich natürlich mit flüssiger Nahrung nicht realisieren. Allerdings lassen sich viele Nahrungsmittel sehr fein pürieren, denn meist kann das Essen und Trinken nur mittels Strohhalm erfolgen. Eine nicht zu unterschätzende Schwierigkeit liegt in der Versorgung mit ausreichend Kalorien. Suppen, Tees und Milchgetränke gewähren für einen Erwachsenen keine ausreichende Kalorienversorgung. Für diesen Zweck halten Apotheken sogenannte kalorische Trinknahrung, die gern auch als Astronautenkost bezeichnet wird, bereit. Diese Trinknahrung ist für die Rekonvaleszens gedacht. Die hoch kalorienreiche Nahrung enthält meist alle lebenswichtigen Nährstoffe. Ziel ist es, damit einen Gewichtsverlust zu stoppen oder zu verlangsamen. Verschiedene Geschmacksrichtungen stehen zur Auswahl. Für mehr Abwechslung sorgt allerdings die eigene Speisezubereitung. Kartoffeln, Nudel, Gemüse und Obst lassen sich gut pürieren und mit Flüssigkeiten wie Brühe oder Saft aufgießen.



Foto: muklinika, ClkerFreeVectorImages, pixay

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