Zahn- und Mundhygiene bei Kieferbruch und Operationen

Mund- und Zahnhygiene ist wichtig. Frischer Atem und gesunde Zähne wirken positiv auf das körperliche Wohl. Grund genug, an die tägliche Pflege zu denken.

Mund- und Zahnhygiene sorgen für einen frischen Atem und die Gesunderhaltung der Zähne. Regelmäßiges sowie gründliches Zähneputzen ist die wichtigste Maßnahme, dem schädigenden Karies vorzubeugen. Sanfte Massagen mit einer weichen Zahnbürste festigen das Zahnfleisch und regen die Durchblutung an. Lästiges Zahnfleischbluten kann so weitgehend vermieden werden. Wie lässt sich jedoch eine sorgfältige Pflege durchführen, wenn durch Verletzungen oder operative Eingriffe die tägliche Reinigung des Mundraumes massiv beeinträchtigt ist? Gerade in solchen Zeiten sollte das Zähneputzen sowie die Mundhygiene trotz bestehender Schwierigkeiten nicht vernachlässigt werden.

Zahnpflege bei Kieferbruch und nach operativen Eingriffen

 

Operative Eingriffe im Bereich der Zähne oder des Kiefers können eine längere Zeit der Wundheilung nach sich ziehen. Oft lässt sich der Mund für eine gewisse Zeit kaum öffnen. Nach leichteren Eingriffen ist zunächst das Eintreten der Blutstillung abzuwarten. In den ersten Stunden sollte die Wunde in Ruhe gelassen werden. Je nach Befindlichkeit reicht hier ein Ausspülen des Mundraumes aus. Bereits am nächsten Tag ist es möglich, die Zähne wieder mit einer weichen Zahnbürste zu putzen. Muss der Mund allerdings infolge eines Kieferbruchs geschlossen bleiben, stellt sich die Pflege wesentlich schwieriger dar. Um in solchen Fällen die Fixierung des Kiefers zu gewährleisten, sind die obereren und unteren Zähne mittels Splinte und elastischen Bändern fest miteinander verbunden. Das Putzen der Kauflächen sowie der Innenseiten der Zähne ist somit unmöglich. Je nach Art und Ausmaß der Fixierung können lediglich die Vorderflächen gereinigt werden.

Tipps für die tägliche Mundhygiene

Anfangs bedarf es ein wenig Übung, sich mit veränderten Pflegetechniken vertraut zu machen. Da beim Kieferbruch das Zähneputzen für einen längeren Zeitraum sehr eingeschränkt ist gilt es, der Kariesbildung so gut wie möglich entgegenzuwirken.

  • Spezielle Hygienespülungen aus der Apotheke sind zur Pflege des Mundraumes bestens geeignet
  • Sie wirken antibakteriell und entzündungshemmend
  • Mindestens zweimal am Tag, morgens und abends, sollten die freien Zahnflächen mit einer weichen Zahnbürste gereinigt werden
  • Verschiedene Varianten von Zahnbürsten stehen zur Auswahl und so kann es durchaus hilfreich sein, eine Bürste mit gebogenen Kopf oder eine Bürste für Babys zu verwenden.
  • Zwischen der Mundspülung und dem Zähneputzen sollte ein zeitlicher Abstand von einigen Minuten liegen, um die Wirkung der Mittel nicht gegenseitig zu neutralisieren.
  • Kleinste Nahrungsreste müssen sorgfältig entfernt werden.

Bei Kieferbruch ist es besonders wichtig, Nahrungsteilchen nicht zwischen den fixierten Zähnen und den Splinten zu belassen.

  • Dieser kleine Trick hilft zusätzlich, Reste aus dem Mund zu entfernen: Stellen Sie während des Duschens den Wasserstrahl etwas stärker ein und spülen Sie mittels Wasserdruck die Teilchen aus dem Mund.

Auch nach operativen Eingriffen sollte die tägliche Zahn- und Mundhygiene mit einer weichen Zahnbürste beginnen und unterstützend eine antibakteriell wirkende sowie entzündungshemmende Mundspülung verwendet werden.

Fotos: phio, kropekk_pl, pixabay

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