Wenn Männer Erektionsprobleme haben

Wenn Männer Erektionsprobleme haben

Wenn Männer hin und wieder Probleme haben eine Erektion zu erreichen, ist dies noch kein Grund zur Sorge. Doch etwa 10% der Männer leiden an einer klinischen Erektionsstörung. Gerade im Alter steigt die Quote an und Mann sieht sich dem Problem als Teil des Alterungsprozesses schier ausgeliefert. Tatsächlich gibt es jedoch einige Maßnahmen, die Männer selber durchführen können um Erektionsproblemen vorzubeugen.



Ungesunder Lebensstil verursacht Potenzprobleme

Oftmals sind chronische Erkrankungen ursächlich für Erektionsstörungen. Hierzu zählen vor allem Diabetes, Übergewicht und Bluthochdruck. Diese können zu Schäden an den penilen Blutgefäßen oder Nervenenden führen. Dabei werden Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht in erster Linie durch eine ungesunde Lebensweise verursacht. Wer also vorbeugend etwas gegen das Risiko einer Potenzstörung unternehmen will, sollte daher auf einen gesunden Lebensstil achten. Dazu gehört:

  • Mit dem Rauchen aufzuhören: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Nikotin die Blutgefäße schädigt. So werden durch das Rauchen unter anderem der Blutfluss als auch die Nervenimpulse im Penis negativ
 beeinträchtigt, was auf Dauer eine Erektionsstörung verursachen kann.

  • Maßvoller Alkoholgenuss: Zu viel Alkohol beeinträchtigt die Libido des Mannes.

  • Normalisierung von Körpergewicht, Blutdruck und Blutzuckerspiegel durch ausgewogene, gesunde Ernährung und regelmäßige sportliche Aktivitäten.

  • Ausreichend Schlaf: 
Grundvoraussetzung für eine gesunde Lebensweise ist,
 dass der Körper genügend Schlaf erhält, damit die Energiereserven wieder aufgeladen werden können. Ansonsten drohen Stress und psychisches Unbehagen, was ebenfalls einer der häufigsten Gründe für eine erektile Dysfunktion ist.

Menschliche Psyche spielt im Sexualleben eine wichtige Rolle

Wie in vielen anderen Bereichen, spielt die menschliche Psyche auch im Sexualleben eine entscheidende Rolle. Wer sich beim Beischlaf nicht konzentrieren kann, da die Gedanken eher mit Negativerlebnissen beschäftigt sind, wird in der Regel keine ausreichende Erektion aufbauen können. Auch Versagensängste und Beziehungsprobleme können auf Dauer zu einer Erektionsstörung führen. Daher ist es wichtig, die Partnerin beziehungsweise den Partner in seine Probleme mit einzubeziehen. Im partnerschaftlichen Gespräch lässt sich so manches Problem schnell lösen oder zumindest für eine gewisse Zeit ausblenden, was der Erektionsfähigkeit sicherlich sehr zu Gute kommt. Egal, ob das Potenzproblem gerade erst aktuell geworden ist oder bereits therapeutisch behandelt wird, es ist von größter Wichtigkeit, dass die Partnerin oder der Partner mit einbezogen wird.
 Auch wenn sexuelle Störungen für viele Männer nach wie vor ein Tabu-Thema sind, es ist wichtig, dass in einer Beziehung mit der erektilen Dysfunktion offen umgegangen wird. Schließlich beeinträchtigt die sexuelle Funktionsstörung nicht nur das Sexualleben, sondern betrifft häufig
 auch die Beziehung an sich. Daher versuchen gute Sexualtherapeuten immer den Partner in die Behandlung mit einzubeziehen. Die Praxis hat bewiesen, dass Paare, die in ihrer Beziehung frei
 über sexuelle Angelegenheiten sprechen, weniger Probleme mit Sex und Intimität haben.



Mit Training Potenzstörung verhindern

Wer sich sportlich betätigt, lebt gesünder und beugt somit gleichzeitig eventuellen 
Potenzstörungen vor. Weniger bekannt ist, dass es auch die Möglichkeit gibt, durch ein spezielles Training direkten Einfluss auf die penile Sauerstoffversorgung und den systolischen Fluss zu nehmen. Um eine gute Erektion zu entwickeln, muss die Sauerstoffversorgung (Oxygenerierung) als auch der Blutfluss im Penis gewährleistet sein. Diese beiden Faktoren nehmen jedoch mit fortschreitendem Alter allmählich ab. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass mit einem speziell ausgerichteten Intervalltraining mit Stepper, Liegendrad und Beinpresse sowohl die kompensatorische Durchblutung, als auch die Sauerstoffzufuhr im Penis gesteigert werden kann. Durch die Übungen wird der für die Erektion wichtige sogenannte Potenzmuskel (auch Beckenbodenmuskel genannt) angesprochen und trainiert. Der Potenzmuskel befindet sich zwischen Skrotum und Anus. Ist der Potenzmuskel gut trainiert, führt das zu einer festeren Erektion. Zudem wird der Ejakulationseffekt unterdrückt, sodass das Beckenbodentraining auch einen vorzeitigen Samenerguss verhindern helfen kann. 
Im Internet gibt es die Möglichkeit, entsprechende Pläne für ein Beckenbodentraining herunterzuladen.

Hilfsmittel in der Ernährung

Doch sportliche Betätigung und zielgerichtetes Beckenbodentraining können nur dann den gewünschten Effekt erzielen, wenn auch die Ernährung entsprechend angepasst wird. Laut einer Studie der University of East Anglia (USA) traten bei Männern, die sich von Nahrungsmitteln mit einem hohen Anteil von bestimmten Flavonoiden ernährten, um etwa 10 Prozent weniger Potenzstörungen auf. Wurde diese flavonoide Ernährung zudem mit entsprechender körperlicher Betätigung kombiniert, stieg der Wert sogar auf 21 Prozent. Wobei vor allem Flavonoide, die in Zitrusfrüchten, Äpfeln, Birnen, Beeren und Radieschen enthalten sind, besonders effektiv waren. Auch rechtzeitig eingeleitete präventive Maßnahmen sind keine Garantie dafür, dass es zu keiner Potenzstörung kommt. Daher sollten auf jeden Fall zusätzlich in regelmäßigen Abständen die Vitalwerte vom Arzt untersucht werden.

Foto: Syda Productions, shutterstock

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