Was Ausfluss beim Mann bedeuten kann

Ausfluss aus dem Penis des Mannes oder der Scheide der Frau deutet meist auf eine Infektion durch Viren oder Bakterien hin. Ärztliche Abklärung ist ratsam.

Probleme mit dem Unterleib – fast jede Frau und jeder Mann durchlebt mindestens einmal im Leben entzündliche Prozesse des Harnleitersystems oder der Geschlechtsteile. Während Frauen meist bereits auf erste Anzeichen reagieren und rechtzeitig einen Arzt aufsuchen, verschleppen Männer oft eine mögliche Erkrankung und unterdrücken die Symptome. Dabei sind Entzündungen der Blase, Harnröhre sowie des Geschlechtsteils recht schmerzhaft und sollten schon deshalb ärztlich behandelt werden. Symptome wie

  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Brennen oder Juckreiz in der Harnröhre sind ebenso Anzeichen einer möglichen Harnröhrenentzündung wie
  • Ausfluss. Dieser kann
  • weißlich oder klar, aber auch gelblich-grünlich und darüber hinaus übelriechend sein.

Beobachtet ein Mann vermehrt schleimiges Sekret, welches aus dem Penis kommt, deutet dies meist auf eine Harnröhrenentzündung hin.

Mögliche Ursachen für Ausfluss beim Mann

Zu den Hauptursachen, die für eine Harnröhrenentzündung verantwortlich sind, gehören Geschlechtskrankheiten wie

  • Gonorrhö, bekannt als Tripper,
  • oder eine Infektion mit Chlamydien. Dies sind Bakterien, von denen Männer wie Frauen betroffen sein können und meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern übertragen werden.

Die am meisten sexuell übertragbare Krankheit bleibt bedauerlicherweise oft längere Zeit unerkannt, da die typischen Symptome nicht sofort auftreten. Weitere Krankheitserreger wie

  • Herpes-Simplex-Viren,
  • Trichomonaden (Parasiten),
  • Hefepilze sowie
  • Bakterien wie Mykoplasmen

kommen als Verursacher einer Harnröhrenentzündung in Frage. Der beste Schutz gegen Übertragung der Krankheitserreger beim Geschlechtsakt ist die Verwendung eines Kondoms.

Harnröhrenentzündung – Warum Sie zum Arzt gehen sollten

Tritt Sekret aus dem Penis aus, welches zudem übelriechend, eitrig oder verfärbt ist, sollte ein Urologe aufgesucht werden. Nur er kann geeignete Maßnahmen ergreifen und eine eventuell zugrunde liegende Infektion durch geeignete Medikamente an ihrer Ausbreitung hindern. Der Arzt entnimmt zur Bestimmung des Erregers eine Sekretprobe aus der Harnröhre. Um einen sogenannten „Ping-Pong-Effekt“ und damit eine erneute Ansteckung zu vermeiden, sollte sich der jeweilige Sexualpartner ebenfalls einer Untersuchung sowie Behandlung unterziehen. Wichtig ist, dass die Betroffenen während der Behandlungszeit auf Geschlechtsverkehr verzichten. Unbehandelt können sich die Erreger im Körper ungehindert ausbreiten, was unter anderem chronische Entzündungen, Unfruchtbarkeit oder eine Harnröhrenverengung zur Folge haben kann.

Foto: JohannBargeld, pixabay

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