Schlafstörungen – Ursachen im Schlaflabor finden

Schlafstörungen - Ursachen im Schlaflabor finden (2)

Eine Untersuchung im Schlaflabor kann Aufschluss über Schlafstörungen geben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich  im Schlaflabor untersuchen lassen möchten.

Die Untersuchung im Schlaflabor bringt die Ursachen für Schlafstörungen an den Tag. Fühlen Sie sich tagsüber oft müde und abgespannt? Leiden Sie unter Einschlafproblemen und wachen des Nachts öfter auf? Wer sich abends lange im Bett umher wälzt, bevor der ersehnte Schlaf sich einstellt und dann noch öfters in der Nacht aufwacht, fühlt sich am Morgen müde und unausgeschlafen. Die Bewältigung des Alltags fällt dann besonders schwer. Auch Konzentrationsschwierigkeiten in Schule und Beruf sind die Folge von zu wenig, zu kurzem sowie gestörtem Schlaf. Die Ursachen sind vielfältig. So kommen z. B.

  • die Raumluft und/oder Raumtemperatur
  • das Bett und/oder die Matratze
  • zu hell im Schlafraum
  • Pflanzen im Schlafraum
  • Geräusche/Lärm
  • aktive Hirntätigkeit wie Fernsehen, Computer o.ä. vor dem Zubettgehen
  • Ärger und/oder Aufregung

als Störfaktoren für einen erholsamen Schlaf in Frage. Ändert sich jedoch nach Beheben dieser eventuellen Ursachen nichts an der Schlafqualität und der Betroffene leidet weiterhin unter Durchschlafsstörungen sowie einer ausgeprägten Tagesmüdigkeit, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. Bringen Untersuchungen durch den Hausarzt keine Ergebnisse zu möglichen Ursachen für die Schlaflosigkeit, gibt es die Möglichkeit, Aufschluss in einem Schlaflabor zu finden.

Schlaflabor- wer sollte sein Schlafverhalten dort testen lassen?

Grundsätzlich sollte jeder Betroffene, der unter körperlichen Beeinträchtigungen infolge gestörter Schlafqualität mit seinem Arzt darüber reden. Dieser kann seinen Patienten zur Untersuchung in ein Schlaflabor wie z.B. im Schlafmedizinischen Zentrum der Charité in Berlin überweisen. Patienten können aber auch direkt dort einen Termin vereinbaren. Eine ausführliche Anamnese, Berichte über Beschwerden sowie über das Tages- und Schlafverhalten des Betroffenen sind Inhalt der Vorbesprechung. Hilfreiche Unterstützung bietet dabei auch ein Schlaftagebuch. Je nach Art der Beeinträchtigungen wird entschieden, ob eine Untersuchung in Tagesabteilungen, z.B. bei extremer Tagesmüdigkeit, oder in Nachtabteilungen durchgeführt werden soll.

Schlafen im Schlaflabor – wie geht das?

Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) bietet derzeit in 324 in Deutschland anerkannten Schlaflaboren die Möglichkeit, den Ursachen einer Schlafstörung auf den Grund zu gehen. In der Praxis ist das Schlaflabor ein Schlafraum mit Hightech-Geräten, mit denen der Patient mittels Elektroden und Messfühlern „verkabelt“ wird. Im Schlaf werden gemessen:

  • EEG für Hirnaktivität
  • OEG für Augenbewegungen
  • EMG für Muskelspannung
  • EKG für Herzaktivität

Wie viele Untersuchungsnächte oder Tage für eine Diagnose erforderlich sind, hängt vom jeweiligen Krankheitsbild ab.

Schlaflabor – was den Patienten erwartet

Ganz so gemütlich wie zu Hause ist es im Schlaflabor natürlich nicht. Für die Messungen sind Vorbereitungen zu treffen. Weitere, neben den o.g. Untersuchungen werden vorgenommen:

  • Mögliche Schnarchgeräusche werden mittels Mikrofon in der Nähe des Kehlkopfes erfasst
  • Ein Infrarotsensor zur Messung des Sauerstoffgehaltes im Blut wird in Form einer Klammer an der Fingerspitze oder am Ohrläppchen angelegt (Pulsoxymetrie)
  • Elektroden werden an den Beinen angelegt. Eventuelle übermäßige Beinbewegungen, wie z.B. beim Restless-Legs-Syndrom, werden so festgestellt
  • Frequenz und Tiefe der Atembewegungen werden mittels Spannungsbändern über Bauch und Brustkorb gemessen.
  • Ein Atemflussfühler misst die Atembewegung vor der Nase

Wer unter plötzlichen Schlafattacken während des Tages oder unter ausgeprägter Tagesmüdigkeit leidet oder gar den Verdacht auf ein Schlafapnoe-Syndrom (Atemaussetzer) hegt, sollte nicht zögern, Klarheit und Diagnose durch Untersuchungen im Schlaflabor zu erhalten. Auch für alle anderen Schlafstörungen ist eine dortige Untersuchung hilfreich.

Foto: OpenClips, pixabay

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