Demenz – Wenn Vergesslichkeit zur Krankheit wird

Demenz – Wenn Vergesslichkeit zur Krankheit wird

Sprachprobleme, Gedächtnislücken, Orientierungslosigkeit; erste Symptome, die auf eine beginnende Demenz deuten können. Eine Krankheit, die einen langen Vorlauf hat.

Ein wenig vergesslich, ein bisschen schusselig – wer denkt dabei gleich an Demenz? Schließlich kennt fast jeder im fortgeschrittenen Alter den Moment, in dem ein bestimmtes Wort nicht sofort parat, die Erinnerung getrübt ist oder sich auch mal kurzfristig eine gewisse Orientierungslosigkeit einstellt. Die ersten Anzeichen bleiben daher oft unbemerkt und der schleichende Prozess der Demenz kann sich so ungehindert fortsetzen. Bisher ist jedoch keine Heilung der Erkrankung möglich. Allerdings, je früher die Veränderung festgestellt wird, umso besser für den Betroffenen, denn eine rechtzeitige Medikamententherapie kann den geistigen Leistungsabbau um ca. ein Jahr hinauszögern.

Risiko für Demenz steigt mit dem Alter

Das Risiko des Verlusts der geistigen Funktionen steigt mit dem Alter. So soll sich das Ausbrechen der Demenz nach dem 65. Lebensjahr alle 5 Jahre verdoppeln, das Risiko steigt nach dem 85. Lebensjahr auf 50 Prozent. Die Aussichten, von Demenz verschont zu bleiben, sind alles andere als rosig. Schätzungen zufolge rechnet man bis zum Jahr 2050 mit einer Verdoppelung der Menschen, die an Demenz erkranken werden – sofern es keine wesentlichen Fortschritte in der Prävention geben wird. Drei Millionen Menschen werden dann von der Veränderung ihrer Persönlichkeit, dem Verlust ihrer Identität wegen des fehlenden Erinnerungsvermögens sowie des geistigen Denkens betroffen sein. Demenz bedeutet für die Erkrankten eine erhebliche Verschlechterung der Lebensqualität. Nahe Angehörige sowie mit der täglichen Fürsorge beauftragten Pflegekräfte haben es durchaus nicht leicht im Umgang mit Demenzpatienten. Besonders für Familienangehörige und Ehepartner ist das Miterleben des geistigen Leistungsabbaus sehr schmerzlich. Zudem fühlen sie sich oft unsicher, hilflos und überfordert, besonders in der Anfangsphase der Demenz, in der das Verständnis sowie die Betreuung noch nicht geläufig sind.

Erinnerungen wecken und Demenzpatienten erreichen

Je weiter die Demenz fortschreitet, umso mehr leidet das Erinnerungsvermögen. Häufig schreitet die Erkrankung so weit fort, dass der Partner und die eigenen Kinder nicht mehr erkannt werden. Deshalb ist das tägliche Trainieren mit Demenzpatienten wichtig, sie in Alltägliches mit einzubeziehen, ihnen einfache Aufgaben zu erteilen. Es bedarf viel Ruhe und Geduld, Betroffene z. B. mit Bildern, kurzen Filmen oder mit kurzen Geschichten einen Zugang zu ihrem Umfeld sowie an die „vergessene“ Persönlichkeit und Orientierung zu ermöglichen. Erfolgversprechend ist ferner der Einsatz einer Musiktherapie, um Menschen mit Demenz zu erreichen. Altbekannte Melodien werden oftmals plötzlich erkannt, vage Erinnerungen aus früheren Zeiten kommen auf. Musikalische Reize scheinen demnach die im Langzeitgedächtnis abgelegten Erinnerungen zu wecken.

Interessante Ausführungen, wie sich Musik positiv auf das Erinnerungsvermögen bei Demenzpatienten auswirkt und damit zu einer Steigerung der Lebensqualität beiträgt, erfahren Sie im nachfolgenden Beitrag auf www.healthywithmusic.de

Mit Musik das Wohlbefinden bei Demenz verbessern