Digitalisierung – Fluch oder Segen für unsere Augen?

Digitalisierung – Fluch oder Segen für unsere Augen

Fakten zur Digitalisierung : 77 Prozent der Deutschen sind mittlerweile täglich mehrere Stunden online. Selbst bei Personen ab 61 Jahren sind es durchschnittlich schon 2,3 Stunden. Digital Native verbringen naturgemäß noch mehr Zeit im Internet und damit auch vor dem Bildschirm: Bis zu 7 Stunden täglich sind es bei den 21-30-jährigen. Unsere Kommunikation verändert sich dadurch, unser ganzer Alltag sowie unser Arbeitsleben sind vom Internet und dem Smartphone, Tablet oder Laptop geprägt. Doch was macht das eigentlich mit unseren Augen?

Unser Smartphone schadet den Augen

Immer mehr wissenschaftliche Studien kommen zu der Erkenntnis, dass die Digitalisierung und ihre Begleiterscheinungen unsere Sehfähigkeit beeinflussen, genauer gesagt die Fähigkeit in die Ferne zu sehen. Grund dafür ist unter anderem die ansteigende Naharbeit, die unser tägliches Leben begleitet, zum Beispiel Lesen oder das Arbeiten vor dem Bildschirm. Der entscheidende Faktor eine Kurzsichtigkeit zu entwickeln ist zwar nach wie vor die genetische Veranlagung, doch das Voranschreiten der Fehlsichtigkeit in Industrieländern während der letzten Jahre ist alarmierend. Eine Studie aus China zeigte, dass fast 90 Prozent der Studierenden eine Brille für die Nahsicht benötigt. Das ist auch ein Hinweis dafür, welche Menschen besonders betroffen sind: Jene, die schon früh regelmäßig und intensiv in Kontakt mit digitalen Bildschirmen kommen.

Digitalisierung – Werden wir bald alle kurzsichtig sein?

Digitalisierung – Fluch oder Segen für unsere Augen-
Digitalisierung überall – Doch was sagen unsere Augen dazu?

Ein weiterer verstärkender Faktor für Kurzsichtigkeit ist der Mangel an Tageslicht, der besonders im Büroleben relevant ist. Unter diesen Umständen ist kaum Besserung in Sicht, im Gegenteil: Die Digitalisierung wird voranschreiten, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Naharbeit am Bildschirm ist auch außerhalb der klassischen Bürojobs alltäglich geworden und wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Durch unseren digitalen und modernen Lebensstil wird Kurzsichtigkeit wahrscheinlich bald zu einem weltweit stark verbreiteten Phänomen werden.

Digitale Lösungen für die Onkologie

Neben den negativen Auswirkungen trägt die Digitalisierung natürlich ebenso zu Fortschritten im Bereich der Augenheilkunde bei. Besonders für die Diagnostik gibt es bereits mehrere vielversprechende Ansätze. So sollen Krankheiten früher und besser diagnostiziert werden mithilfe eines Netzhaut-Scan-Algorithmus, der Auffälligkeiten und Anomalien in den Augen erkennen kann.

Onlinesehtests – Serice für die Augen

Um sich die digitalen Gewohnheiten zunutze zu machen, gibt es in den USA bereits erste Anbieter von Onlinesehtests. Sehtests sollten mindestens alle zwei Jahre durchgeführt werden. Lange Wartezeiten für einen Termin beim Augenarzt oder Optiker können so umgangen werden. Damit fällt die erste Hürde weg, um Defizite im Sehvermögen frühzeitig zu erkennen und darauf mit der passenden Behandlung reagieren zu können.

Wie sich die Zukunft des Sehens bis 2050 entwickeln kann, können Sie der folgenden Infografik von Mister Spex entnehmen:

Digital Germany: Wie sehen wir 2050? – Eine Infografik von Mister Spex

 Ausführliche Statements von Experten der Augenheilkunde sowie Tipps, um die eigenen Augen zu schützen, finden Sie hier.

Fotos: LUM3N, StockSnap, pixabay