Ernährung für Kleinkinder bei Durchfall und Erbrechen

Ernährung für Kleinkinder bei Durchfall und Erbrechen

Babys und Kleinkinder sind häufig von heftigen Durchfällen sowie starkem Erbrechen betroffen. Gerade dann muss auf strenge Diät und Schonkost geachtet werden.



Durchfall und Erbrechen sind äußert anstrengend für den Körper und rauben ihm nicht nur viel Flüssigkeit, sondern kosten auch viel Kraft. Selbst den stärksten Mann kann z.B. ein Magen- und Darmvirus im wahrsten Sinne „umhauen“. Doch während ansonsten gesunde Erwachsene mit Durchfall und Erbrechen einigermaßen zurechtkommen, äußern sich diese Symptome bei Babys und Kleinkindern wesentlich dramatischer. Besonders junge Eltern bekommen einen ordentlichen Schrecken und sind sehr oft mit der Situation überfordert. Doch gerade dann sollte man nicht die Nerven verlieren und das Verhalten des Babys oder des Kleinkindes sorgsam beobachten.

Warum die ersten Stunden so wichtig sind

Um eine weitere Belastung des Verdauungstraktes zu vermeiden, sollte besonders in den ersten Stunden der akuten Phase auf eventuelle Nahrungsmittel verzichtet werden. Nach erstem Abklingen des Erbrechens sowie des Durchfalls sollte dem Kind nur Tee in kleinen Schlucken angeboten werden. Allerdings kann damit gerechnet werden, dass dies erneut einen Brechreiz hervorruft. Ferner wird Bettruhe dringend geraten. Da naturgemäß Babys und insbesondere kleine Kinder ihren Zustand eher mit Schreien, Weinen oder Jammern äußern, sollten Eltern weiterhin besonnen vorgehen sowie einige Maßnahmen für die Erstversorgung einhalten. Auf jeden Fall sollte jedoch bei Verschlimmerung des Brechdurchfalls bzw. wenn das Kind nicht trinkt, sehr häufig erbricht, viele wässrige Stühle entleert, hoch fiebert oder ausgesprochen apathisch erscheint, ein Arzt aufgesucht werden.

Diät bei Erbrechen und Durchfallerkrankung

Halten Sie sich bitte an die Diät und geben Sie keine normale Nahrung, auch keine Milch und vor allem keine Fruchtsäfte! Aufgrund des erhöhten Flüssigkeitsverlusts ist es trotzdem wichtig, den Flüssigkeitshaushalt wieder herzustellen. In den ersten zwei Stunden sollte dem betroffenen Kind nur Tee angeboten werden. Geeignet sind Fencheltee sowie Pfefferminz- oder Kamillentee. Auch dünner Schwarztee bietet sich an. Der Tee sollte mit 1 Teelöffel Traubenzucker auf 100ml Tee gesüßt werden und eine winzige Prise Salz enthalten. Davon gibt man alle 10 Minuten 2 Esslöffel voll. Danach können größere Mengen Tee getrunken werden werden. Hat das Kind in den nächsten 6 Stunden nicht mehr erbrochen, können kleine Mengen folgender Nahrungsmittel gegeben werden:

  • Geschlagene Banane oder geriebener Apfel
  • Hafer- oder Reisschleim-Suppen mit Wasser. Keine Milch verwenden!
  • Pürierte Möhren ohne Fett
  • Kartoffelbrei ohne Fett, auch hier ohne Milch!
  • Trockenes Gebäck, Salzstangen, Zwieback, abgelagertes Weißbrot
  • Brühreis, Brühgries
  • Zwieback-Bananen-Brei ohne Milch, keinen Milchfertigbrei!
  • Magermilchquark
  • Heilnahrung aus der Apotheke
Getränke:
  • Tee mit Traubenzucker
  • Malzkaffee mit Traubenzucker
  • Wasserkakao
  • Heidelbeersaft, Karottensaft, Cola

Auf Milch und Fruchtsäfte verzichten!

Nach Besserung der Durchfälle kann Folgendes gegeben werden:

  • Mageres Fleisch
  • Zartes Gemüse wie z.B. Blumenkohl ohne Fett
  • Fettarme Brotaufstriche,
  • Marmelade
  • Buttermilch
  • Joghurt

Die Diät sollte mindestens 4 Tage nach Normalisierung des Stuhlgangs beibehalten werden. Für diese Zeit sollte auf Vollmilch, Fett, blähende oder saure Speisen sowie auf Süßigkeiten verzichtet werden.

Fotos: Bonoz, OpenClips, pixabay

2 comments

  1. Lilly

    Vielen Dank für die Tipps, vor allem zur Ernährung. Ich finde, bei Durchfall bei Kleinkindern sollte immer der Arzt aufgesucht werden. Ich bin bei mir auch eher ein Freund des „erstmal selbst behandeln, das wird schon“, aber ab bei meinen Kindern gehe ich auf Nummer Sicher. Mein Arzt hat mir im Notfall auch Lacteol empfohlen. Hat eine natürliche Wirkweise und ist für Kleinkinder geeignet.

    • gesu-optimal Post author

      Vielen Dank für den Kommentar. Gerade Kleinkinder verlieren beim Brechdurchfall schnell viel Flüssigkeit. Ärztlicher Rat ist in jedem Falle sinnvoll.
      Freundliche Grüße!

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