Norovirus – Hygiene schützt vor Ansteckung

Jedes Jahr treibt der Norovirus sein Unwesen. Durch seine blitzartige Ausbreitung erkranken viele Menschen an der Brech- und Durchfallerkrankung.

Der Ausbruch des Norovirus ist häufig eine Meldung in den Nachrichten, da sich durch seine blitzartige Ausbreitung rasch viele Menschen an der Brech- und Durchfallerkrankung anstecken. Kleine Kinder und ältere Menschen sind besonders gefährdet, sich mit der Brech- und Durchfallerkrankung zu infizieren. Schon kleinste Mengen des Norovirus reichen aus, um eine Infektion zu verursachen. Insbesondere im Winter ist die Ansteckungsgefahr für die Menschen besonders groß. Der ständige Wechsel zwischen den warmen Temperaturen der Innenräume mit der frostigen Kälte im Freien beansprucht das Immunsystem des Körpers stärker als im Sommer. Trifft der Norovirus auf ein ohnehin geschwächtes Immunsystem, hat der Verursacher der Brech- und Durchfallerkrankung leichtes Spiel. Die Übertragung des Norovirus erfolgt von Mensch zu Mensch, mögliche Infektionswege sind über den Stuhl, Erbrochenem sowie Aersol, das beim Erbrechen entsteht.

Wie kann man sich mit dem Norovirus anstecken?

Verunreinigte Speisen oder Getränke sind häufige Ursachen für den Ausbruch der Brech- und Durchfallerkrankung. Da der Norovirus sehr widerstandsfähig ist, stecken sich viele Menschen zum Beispiel über kontminierte Türgriffe und Kleidung an. So erklärt sich auch die rasche Ausbreitung der Brech- und Durchfallerkrankung in Kindergärten, Schulen, Seniorenheimen oder Krankenhäusern. Fatal hieran ist, dass das Immunsystem von Kindern, Senioren oder Kranken meist nicht besonders gut entwickelt oder geschwächt ist. Die Inkubationszeit beträgt nur bis zu drei Tagen, die Ansteckungsgefahr beseht während der gesamten akuten Erkrankungsphase bis zu zwei Tage danach. Sogar noch bis zu zwei Wochen nach Abklingen der Brech- und Durchfallerkrankung kann der Norovirus weitergegeben werden.

Wie kann man sich vor Ansteckung schützen?

Gegen den Norovirus gibt es weder ein Medikament noch einen Impfstoff. Daher ist die einzige Möglichkeit, sich und andere zu schützen, verstärkte Hygiene. Nur wenn die Übertragung vermieden wird, kann die Ausbreitung des Norovirus verhindert werden. In Gemeinschaftseinrichtungen wie Krankenhäusern oder Seniorenheimen ist das Tragen von Mundschutz und Handschuhen notwendig, ebenso die Verwendung von Desinfektionsmitteln. Letzteres gilt auch für Privathaushalte. Eine Selbstverständlichkeit sollte es generell sein, dass nach dem Toilettengang die Hände gewaschen werden. Im Fall einer Infektion mit der Brech- und Durchfallerkrankung ist die Verwendung von Desinfektionsmittel ebenfalls angebracht. Auf das sonst übliche Händeschütteln sollte außerdem verzichtet werden. Wer einmal infiziert ist, sollte in der akuten Phase Bettruhe einhalten und den näheren Kontakt zu anderen Menschen einschränken. Während des Krankheitsfalls sollten neben den schon erwähnten Maßnahmen Handtücher, Geschirr und Besteck nur von der erkrankten Person verwendet werden. Handtücher und Kleidung sollten bei 95 Grad Celsius gekocht werden, da dem Norovirus Temperaturen von minus 20 bis plus 60 Grad Celsius nichts anhaben können.

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