Augen zu und Küsse genießen – Tag des Kusses

Heute schon geküsst? Bisher versäumt? Dann schnellstens nachholen. Denn heute ist, traditionell seit 1990 immer am 6.Juli, der internationale Tag des Kusses.

Einen Kuss kennt wohl jeder. Seit Jahrhunderten, in allen Kulturen sowie Epochen, wurde und wird geküsst. Ein Kuss ist „vielseitig einsetzbar“. So kann er u.a. Ausdruck der Höflichkeit, Verehrung, Freundschaft oder eines Begrüßungsrituals sein. Während z. B. die Franzosen sich mit zwei Küsschen begrüßen, wartet der Niederländer auf einen Dritten. Auch als Begleiter beim heftigen Flirten regt Küssen die Fantasie der Sinne an und ist oft Auslöser weiterer sexueller Nähe. Natürlich entspringt ein inniger Kuss zwischen zwei Menschen dem Bedürfnis, sich so nah wie nur möglich zu sein, denn am meisten wird sich unter den Liebenden geküsst.

Augen zu und Küsse genießen

Der erste Kuss – noch Jahre später erinnern wir uns an dieses Ereignis, welches unsere Lippen die eines anderen berühren ließ. Vielleicht auch an das „komische“ Gefühl, plötzlich eine andere Zunge im Mund zu spüren. Sollten Bedenken die Küssenden verunsichern, nun würden Bakterien in Folge des enormen Speichelaustauschs die Gesundheit gefährden, können sie sich von der Meinung einiger Mediziner beruhigen lassen. Denn Küssen, hier ist der innige Kuss mit Zungenaktivität gemeint, soll das Herz und das Immunsystem stärken. Die Hormonausschüttung wird angeregt, der Blutdruck steigt und der Herzschlag beschleunigt sich. Das bekannte Herzklopfen mit Schmetterlingen im Bauch wird beim Küssen noch intensiver erlebt. Zudem sind bis zu 34 Gesichtsmuskeln beim Küssen in Aktion. Also: Küssen erlaubt.

Welche Risiken gibt es beim Küssen?

Neben den positiven Auswirkungen des Speichelaustauschs sollten hier mögliche Risiken wegen einer eventuellen Übertragung von Krankheiten erwähnt werden wie:

  • Pfeiffersches Drüsenfieber
  • Herpes
  • Hepatitis B

Allerdings soll für die Übertragung von HIV kein erkennbares Risiko vorhanden sein.

Legt man die Statistik zugrunde, nach der Menschen bis zu ihrem 70. Lebensjahr durchschnittlich immerhin 76 Tage und fast 8 Stunden mit Küssen verbringen und damit ca. 2 bis 6 Kalorien verlieren, scheint sich das Risiko wohl eher in Grenzen zu halten.

Der Kuss in der Öffentlichkeit

Während man auch in Europa beim Küssen im Allgemein sowie im Speziellen nicht nur mit missmutigen Blicken rechnen muss, sind Lippenküsse mancherorts verboten. Saftige Bußgelder oder gar Haftstrafen können für unwissende Urlauber zur bösen Überraschung werden. Frankreich sichert seine Bahnübergange beispielsweise mit einem strikten Kussverbot und in öffentlichen Parks des sizilianischen Bergdorfes Monreale darf ebenso nicht geküsst werden.

In Ländern beispielsweise wie:

  • Indonesien
  • Indien
  • Dubai
  • Malaysia

verbieten Gesetze öffentliche Lippenbekenntnisse. Vor Kurzem wurden zwei Männer vom marokkanischen Gericht zu 4 Monaten Haft wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses verurteilt. Mit einem öffentlichen Kuss demonstrierten sie gegen die Diskriminierung von Homosexuellen.

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