Woran man eine Sinusitis erkennt

Die Nase läuft oder ist verstopft. Besonders in der kalten Jahreszeit ist man anfälliger für Erkältungskrankheiten wie Schnupfen, Husten oder grippale Infekte.

Der vermehrte Aufenthalt in beheizten Räumen sowie die damit einhergehende trockene Luft begünstigen die Aufnahme der Schnupfenviren. Sie werden nämlich in der warmen Raumluft leichter, wirbeln umher und können somit ungehindert mit der Atemluft aufgenommen werden. Ein Schnupfen kann dem Betroffenen eine recht unangenehme Zeit bescheren. Er behindert die Nasenatmung, sorgt für eine wunde Nase und darüber hinaus u.U. für schlaflose Nächte. Im Allgemeinen ist ein Schnupfen eher harmlos und verschwindet nach der berühmten 3 mal 3 Tagesformel wieder. Bis zu 4 mal im Jahr werden statistisch gesehen Erwachsene vom Schnupfen heimgesucht. Kinder erwischt es öfter. Was aber, wenn die Verstopfung in der Nase nicht weichen will? Wenn sich der Schnupfen hartnäckig hält und nicht 3 Tage lang kommt, 3 Tage bleibt und 3 Tage benötigt, um wieder zu verschwinden?



Wenn sich die Nasennebenhöhlen entzünden

Will der Schnupfen nicht weichen und halten sich die Begleitsymptome wie eine ständig verstopfte Nase mit einhergehender Schwellung der Nasenschleimhaut, Kopf- und Stirndruck sowie eine erheblich eingeschränkte Nasenatmung deutlich über einen längeren Zeitraum an, sind u.U. die Nasennebenhöhlen in Mitleidenschaft gezogen. Druckempfinden auf den Wangenknochen, hinter der Stirn sowie über den Augen in Höhe der Augenbrauen können erste Anzeichen für eine Nasennebenhöhlenentzündung, eine Sinusitis, sein. Auch das Riechvermögen kann eingeschränkt sein. Fühlen Sie sich darüber hinaus abgeschlagen, sind ständig aufgrund der verminderten Belüftung müde und haben dazu vermehrt Kopfdruck oder Kopfschmerzen, sollten Sie das Beschwerdebild unbedingt von einem Hals- Nasen- Ohrenarzt abklären lassen. Mit einer Ultraschalluntersuchung ist der Zustand der Nasennebenhöhlen für den Arzt feststellbar. Er kann sehen, ob sich dort ein entzündlicher Prozess der inneren Schleimhäute vollzieht oder sich dort vermehrt zäher Nasenschleim bildet, in dem sich die Krankheitserreger einnisten können.

Schnelle Hilfe bei Sinusitis

Da die Nasenschleimhaut durch die Entzündung angeschwollen ist, können Nasensprays mit abschwellender Wirkung Linderung bringen. Pflanzliche Präparate zur Schleimlösung sind ebenfalls gut geeignet. Der Betroffene bekommt wieder besser Luft und die Nasenatmung wird erleichtert. Allerdings ist bei Nasensprays darauf zu achten, dass sie nur für maximal eine Woche verwendet werden sollten. Bei leichten Verlaufsformen einer Sinusitis sind altbekannte Hausmittel durchaus empfehlenswert. So hat sich das Inhalieren mit Kamille oder einer Kochsalzlösung ebenso als Schleimlöser bewährt. Auch ätherische Öle eignen sich zum Inhalieren, sollten allerdings sehr vorsichtig dosiert werden, um eventuelle überempfindliche Reaktionen zu vermeiden. Vor allem bei Kindern ist Vorsicht bei der Anwendung geboten. Das Inhalieren begünstigt das Verflüssigen des zähen Schleims und zudem wird die Nasenschleimhaut befeuchtet. Darüber hinaus sollte viel Flüssigkeit aufgenommen werden. Trinken Sie Tee oder Wasser. Spaziergänge an der frischen Luft verschaffen der mit Sekret verstopften Nase sowie dem allgemeinen Druckempfinden im Kopf Linderung. Ferner wird Wärme auf Stirn und Nase als lindernd empfunden. Helfen diese Maßnahmen nicht bzw. Ihre Beschwerden verschlechtern sich, ist unbedingt ärztlicher Rat einzuholen.

Fotos:  PublicDomainPictures, pixabay

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