Bevor die Stimmung umschlägt

Bevor die Stimmung umschlägt

Antriebslos, wenig Energie, trübe Stimmung, mutlos. Stationen im Leben, die wohl jeder in der einen oder anderen Weise kennt und durchlebt. Besonders wichtig dabei ist, rechtzeitig den Ausgang zu finden.

Positives Denken, nie in schlechter Stimmung, sondern stets gut gelaunt, das Leben mit Leichtigkeit füllen – ein erstrebenswertes Lebensmotto. Und tatsächlich begegnen uns Menschen, denen dies scheinbar mühelos gelingt. Die offensichtlich durch nichts zu erschüttern sind, die den Höhen und Tiefen des Lebens trotzen und die Dinge so nehmen und akzeptieren, wie sie sind. Menschen, die an Zurückweisung oder Niederlagen nicht verzweifeln, sondern daraus ihre Stärke ziehen. Was ist deren Geheimnis? Wurde ihnen eine besondere „Lebensstrategie“ bereits in die Wiege gelegt oder erfordert die Umsetzung des positiven Lebensmottos eine tägliche Portion Selbstdisziplin? Pauschal lässt sich dies natürlich nicht beantworten. Fakt ist jedoch: Bevor die Stimmung umschlägt, die Bewältigung des Alltags zur Last wird, die Lebensgestaltung sinnlos erscheint und damit die Lebensfreude schwindet, ist Handlungsbedarf angesagt.



Positive Stimmung und seelische Balance als Fundament

Ist die Seele gesund, sprich: befindet sich die seelische Balance im Gleichgewicht, wirkt sich dies auch auf die Stimmung und körperliche Gesundheit positiv aus. Für den Körper können wir viel tun, angefangen von sportlicher Betätigung bis hin zu gesunder Ernährung. Schwieriger wird es, wenn die seelische Balance schnell ins Wanken gerät bzw. die psychische Stabilität nicht ausreichend für ein starkes Fundament gefestigt ist. Dauerhaft eine betrübte Stimmung bzw. Stimmungsschwankungen können zu depressiven Verstimmungen führen, Traurigkeit, Ausweglosigkeit bis hin zu schweren Depressionen. Besonders häufig sind depressive Verstimmungen bei psychisch labilen Menschen in der dunklen Jahreszeit zu beobachten. Dauerregen und wenig Tageslicht führen zu trüber Stimmung. Bevor die Stimmung gänzlich umschlägt und Phasen wie Traurigkeit, Sinnlosigkeit oder Mutlosigkeit zum Dauerzustand und damit zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität werden, sollten Betroffene besonders achtsam mit sich selbst sein und unbedingt rechtzeitig den Stimmungsschwankungen entgegensteuern.

Für gute Stimmung sorgen und Stimmungsschwankungen rechtzeitig vorbeugen

Studien betonen immer wieder, wie wichtig ein soziales Umfeld für die seelische Balance ist. Der soziale Kontakt mit Freunden und Familie trägt wesentlich zur seelischen Stabilität bei, macht glücklich und soll darüber hinaus auch das Leben verlängern. In unseren heutigen Lebensformen sind solch soziale Kontakte leider oft nicht gegeben. Familien sind häufig zerstritten, weite Entfernungen trennen Familienmitglieder und der Freundeskreis geht auch oft seiner Wege. Trotzdem, oder gerade dann, heißt es, aktiv zu werden. Erwarten Sie jedoch nicht zu viel auf Anhieb, doch werden Sie nicht mutlos, wenn der Aufbau Ihres sozialen Umfeldes eine Weile dauern wird. Nutzen Sie Möglichkeiten, die sich bieten, auch wenn Sie eher kontaktscheu sein sollten. Nehmen Sie es als Herausforderung, wieder mehr Lebendigkeit in Ihr Leben zu bringen. Setzen Sie sich dabei kleine, erreichbare Ziele. Sorgen Sie für Abwechslung, besonders zu Beginn depressiver Verstimmungen und lassen Sie nicht zu, dass sie sich ausbreiten. Leider fällt es gerade in Phasen der Traurigkeit bzw. in einem Stimmungstief schwer, sich aufzuraffen. Deshalb seien Sie achtsam mit sich und steuern Sie bei den ersten Anzeichen dagegen. Tun Sie das, was Ihnen Freude bereitet. Vielleicht ein

  • neues Hobby ausprobieren
  • einen Kurs belegen
  • ein Ehrenamt übernehmen
  • Engagement in der Nachbarschaftshilfe
  • Sport, Fitness oder Gymnastik
  • Spaziergänge oder Wandern

Die Devise muss lauten: Bringen Sie Ihre Seele zum Strahlen. Werden Sie aktiv.