Weshalb Smartphones ein Tummelplatz für Keime und Viren sind

Smartphones – Tummelplatz für Keime und Viren

Smartphones – Wie oft werden die mobilen Wunderwerke gereinigt? Die Frage stellt sich für Sie nicht? Sollte sie jedoch, wie eine neue Untersuchung der University of Surrey zeigt.

Smartphones sind ständig und überall im Einsatz. Ob unterwegs oder zuhause; Keime tummeln sich überall. Wer meint, Bakterien, Keime und Viren findet man besonders häufig nur in alten Abwaschlappen, im WC oder Spülbecken, der irrt gewaltig.



Das Smartphone – idealer Tummelplatz für Krankheitserreger

Smartphones – Tummelplatz für Keime und Viren

Auch wenn du es dir kaum vorstellen kannst – auf dem Smartphone lauern zahlreiche Viren und Bakterien

Viele Keime schwirren durch die Luft. Leider haben viele von ihnen eine recht lange Überlebensdauer. Sie bleiben beispielsweise auf Türklinken oder Griffen haften und gelangen so bei Berührung auf die Haut bzw. Hände. Grippeviren beispielsweise bleiben auf glatten Flächen wie Displays oder Geldscheinen bis zu 17 Tagen haften. Auch Mobilgeräte wie das Smartphone sind daher selten von einer Belagerung dieser Art verschont. Mit Chatten, Posten, Liken, Telefonieren sowie sonstigen Interaktionen mit dem Smartphone verteilen sich Krankheitserreger ganz wie von selbst, denn die Keime und Bakterien bleiben auch dort haften. Wer sein Mobilgerät gar nicht oder nur selten säubert, trägt ein verunreinigtes Smartphone bei sich. Bei der nächsten Berührung haben mögliche Krankheitserreger leichtes Spiel, wenn es um die Übertragung und Weiterverbreitung geht.

Untersuchungen zeigen – verunreinigte Smartphones können zu Erkrankungen führen

Forscher legten Smartphones in Petrischalen und ließen die Kulturen dann drei Tage bei Körpertemperatur wachsen. Das Ergebnis ist mehr als eklig. Auf den Geräten tummelten sich neben harmlosen Erregern auch Fäkalbakterien sowie ansteckende Viren. Auch Escherichia-Coli-Bakterien, die normalerweise im menschlichen Darmtrakt zu finden sind, wurden bei den Proben entdeckt. Gelangen diese durch den Umweg des verunreinigten Mobilteils in andere Körperbereiche, kann es zu Infektionen kommen. Auch schwerere Erkrankungen bis hin zur Lungenentzündung können die Folge sein. Der Grund dafür, dass Smartphones heute mehr Schmutzphones sind, ist simpel. Die Geräte werden ständig und überall genutzt. Unterwegs, in Bus und Bahn, beim Essen oder im Restaurant, sogar auf dem WC. Nach dem Händewaschen ist meist sofort wieder telefonieren und chatten angesagt. Ein ständiger Kreislauf, bei dem Hände und Finger sofort erneut mit Keimen besiedelt werden, was somit wiederum zur Verunreinigung des Handys führt.

Mögliche Krankheitserreger durch Reinigung ausschließen

Andere Untersuchungen zeigten auf den Mobilteilen eine bis zu 18 mal höhere Keimverseuchung als auf dem Spülknopf eines Herren-WCs. Selbst multiresistente Erreger, die gegen Antibiotika immun sind, wurden bereits nachgewiesen. Mehr als 100 verschiedene Keime haben Forscher bisher in unterschiedlichen Universitäten auf benutzten Smartphones entdeckt. Diese stammen aus Mund, Lunge und Darm. Deshalb ist es besonders wichtig, auf die regelmäßige Reinigung des Mobilteils zu achten. Experten empfehlen dies sogar mehrmals täglich. Bereits ein trockenes Mikrofasertuch, so fanden Forscher der Uni Furtwangen heraus, putzt jedes vierte Handy frei von Keimen. Ein feuchtes Brillenputztuch reinigte überdies jedes dritte Smartphone keimfrei. Dagegen bieten Handytaschen keinen ausreichenden Schutz gegen Verunreinigung, sofern die Finger weiterhin Display und Tastatur berühren. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, Schwangere sowie andere Risikogruppen sollten besonderen Wert auf die gründliche und vor allem regelmäßige Reinigung ihres Smartphones legen.

Fazit:

  • Mehr als Hundert verschiedene Keime wurden bisher auf Smartphone entdeckt
  • Oft tummeln sich Fäkal- und Escherichia-Coli-Bakterien am Gerät
  • Smartphones regelmäßig reinigen, am besten täglich
  • Besonders auf die Smartphone-Hygiene sollten Schwangere, Menschen mit geschwächtem Immunsystem sowie Menschen aus Risikogruppen achten

Foto: geralt, GreenLana, pixabay