Reizklima von Nord- und Ostsee – gut für Haut und Atem

Reizklima von Nord- und Ostsee – gut für Haut und Atem

Das Reizklima von Nord- und Ostsee fordert den Organismus. Außerdem tun Wind und Salzgehalt des Wassers Haut und Atem gut. Ein Aufenthalt an der frischen Seeluft ist für Asthmatiker und Menschen mit Neurodermitis eine Wohltat.

Chronische Bronchitis, Asthma oder Neurodermitis – gesundheitliche Beeinträchtigungen, die Betroffenen erhebliche Probleme bereiten können. Hilfe bringt oft das Reizklima von Nord- und Ostsee. Doch wie wirkt es und worauf sollte man achten?



Reizklima von Nord- und Ostsee – warum salzhaltige Luft gut ist

Reizklima von Nord- und Ostsee – gut für Haut und Atem

Die Wirkung vom Reizklima von Nord- und Ostsee ist direkt am Wasser am hoechsten

Der Schlüssel zur Besserung vieler Beschwerdebilder liegt oft so nah. Bei Spaziergängen beispielsweise direkt am Meer bewegt man sich garantiert in frischer Luft. Denn hier fliegen kaum Pollen umher, Wind und Sonne helfen, neue Energie zu tanken. Besondere Wirkung auf die Atemwege haben jedoch die Salzwassertröpfchen, die mit jedem Atemzug aufgenommen werden. Sie sind im maritimen Aerosol enthalten, die sich je nach Größe im Nasen-Rachenraum anreichern oder bis in die Lungenbläschen vordringen, klärt der Oberarzt einer DRK-Nordsee-Reha-Klinik Reinhard Patzke auf. Je näher man der Brandungszone ist, umso höher ist der Salzgehalt. Im Reizklima von Nord- und Ostsee lässt es sich besser Durchatmen, wobei das Salzgemisch durchaus den Schleim aus den Atemwegen löst. Bei Atemwegserkrankungen wie chronische Bronchitis, Asthma oder Nasennebenhöhlenentzündungen lohnt sich deshalb ein längerer Aufenthalt von mindestens 3 Wochen nahe der See, um Linderung zu erfahren.

Salzhaltige Luft tut auch der Haut gut

Wer schon mal an salzhaltigen Wassern einen Strandspaziergang gemacht hat, wird sicherlich den salzigen Geschmack auf den Lippen bemerkt haben. Auch die übrige Haut nimmt das Salz auf, wobei der Salzbelag Schuppen lösen kann und zudem leicht entzündungshemmend wirkt. Symptome wie Juckreiz bei Neurodermitis können im Reizklima von Nord- und Ostsee günstig beeinflusst werden. Außerdem wird durch UV Strahlung die Ausschüttung des körpereigenen Kortisols angeregt, was zusammen mit der Bildung von Vitamin D förderlich für das Immunsystem ist. Gesundheitsreisen in diese Region sind bei Patienten sowie Nichtpatienten beliebt. Krankenkassen und Rehabilationsträger haben den sinnvollen Nutzen längst erkannt und bieten gesundheitliche Maßnahmen bei entsprechender Indikation an der See an. Zuerst ist jedoch ein Gespräch mit dem Arzt ratsam, da Patienten sehr unterschiedlich auf ein Reizklima reagieren können.

Worauf beim Reizklima von Nord- und Ostsee zu achten ist

Das Reizklima von Nord- und Ostsee fordert den gesamten Organismus, da sich der Körper auf unterschiedliche Reize wie Wind, Sonne, Wärme und Kälte einstellen und auch reagieren muss. Grundsätzlich ist das Klima an der See rauer als im Landesinneren, wobei es an der Ostsee etwas milder ist als an der Nordsee. Allerdings ist der Salzgehalt der Ostsee auch geringer. Trotzdem bedarf das raue Klima einer gewissen Eingewöhnung, wobei sich Beschwerden anfangs vereinzelt verschlimmern können. Am offenen Meer mit freiem Horizont herrscht erhöhte UV-Strahlung, besonders die der schädlichen UVB-Strahlung, was trotz einer kühlen Brise Sonnenschutz erfordert. Dies wird oft wegen der kühlen Winde vergessen und kann schnell bei fehlendem Schutz zu einem Sonnenbrand führen.

Warum Reizklima von Nord- und Ostsee gesünder ist als am Mittelmeer

Generell kann man sagen, dass ein gemäßigtes Klima mit sauberer Luft und wenig Pollenflug erholsam für die Lungenfunktion ist. Laut Expertenmeinung ist die Luft im Reizklima von Nord- und Ostsee reiner als am Mittelmeer. Zudem belastet die Hitze in südlichen Ländern deutlich mehr Herz- und Kreislauf, weshalb weniger Aktivitäten wie z. B. Strandspaziergänge unternommen werden. Doch gerade der Kältereiz an der frischen Seeluft an Nord- und Ostseeküste fordern Reaktionen des gesamten Körpers. Das Gemisch von Reiz und Erholung des Körpers bringen ihn in Schwung und trägt zum Wohlergehen bei.

Gesund kuren bei Erkrankungen der Atemwege oder der Haut

Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Hauterkrankungen wie Neurodermitis sind häufige Diagnosen. Wer eine Kur als Vorsorge oder Gesundheitsmaßnahme anstrebt, findet beispielsweise in Wismar auf der Insel Poel eine Rehaklinik, die in landschaftlich schöner Umgebung verschiedene Therapien anbietet. Nur 200 Meter von der Ostsee entfernt mit eigenem Strandzugang können sich hier sogar Eltern im Rahmen einer Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur erholen.

Fazit:

  • Salzhaltige Luft lindert Beschwerden bei chronischen Atemwegserkrankungen und Neurodermitis
  • Salzwassertröpfchen lösen Schleim in Nasen-Rachen-Raum
  • Reizklima von Nord- und Ostsee fordert den gesamten Organismus und stärkt das Immunsystem
  • Trotz rauem Klima an Nord- und Ostsee auf Sonnenschutz nicht verzichten
  • Salzgehalt der Ostsee ist geringer als das der Nordsee
  • Gemäßigtes Klima mit sauberer Luft und wenig Pollenflug ist erholsam für die Lungenfunktion
  • Empfindliche Reaktionen bei Asthmatikern möglich bei zu kühler und zu trockener Luft
  • Zuschuss durch Krankenkassen möglich bei Gesundheitsreisen in das Reizklima von Nord- und Ostsee
  • Bei entsprechender Indikation kann eine Kur zur Nord- oder Ostsee beantragt werden

Foto: Schreib-Engel, EME, pixabay