Wohin mit den Blähungen – Problem Verdauung

Blähungen können recht peinlich werden, denn sie kommen häufig im falschen Moment. Dabei sind sie Teil der Verdauung und meist völlig harmlos.

Sie sitzen im Theater oder im Kino. Oder Sie befinden sich am Arbeitsplatz, in einer Teambesprechung oder in einer gut gefüllten Straßenbahn auf dem Weg nach Hause. Was man nun am wenigsten gebrauchen kann, sind quälende Blähungen. Gelegenheiten gibt es mehr als genug, in denen zu viel Luft im Bauch höchst unwillkommen ist. Für den Betroffenen können Situationen, in denen man von störenden Blähungen heimgesucht wird, nicht nur äußerst peinlich, sondern auch sehr belastend sein. Unterdrückte Blähungen, mit einem Völlegefühl einhergehend, verursachen nicht selten Bauchschmerzen sowie ein gewisses Unwohlsein. Doch wohin mit den Darmwinden? Nicht immer kann man sich bestimmten Situationen entziehen, um dem dringenden Bedürfnis Luft zu machen. Deshalb ist es besonders wichtig, einer vermehrten Gasansammlung und somit einem Blähbauch schonend vorzubeugen.

Blähungen, die natürlichen Begleiter im Verdauungsprozess

Blähungen, der Fachmann spricht von Flatulenz, sind natürliche Begleiter im Verdauungsprozess. Während des Verdauungsvorgangs bilden sich in Magen und Darm Gase, die ihr Ventil normalerweise über die Blutbahn sowie der Lunge finden. Erst wenn sich übermäßig viele Gase bilden und nicht mehr über diese Ventile absorbiert werden können, kommt es zu den unerwünschten Darmwinden. Verschiedene Faktoren wie bestimmte Nahrungsmittel oder eine mangelnde Bewegung begünstigen die Entstehung der meist übelriechenden Winde. Auch wenn ständige Blähungen für den Betroffenen sehr unangenehm sind, meist liegt keine organische Ursache dem Problem zugrunde. Im Zweifelsfalle sollte dies jedoch von einem Arzt abgeklärt werden. Oft hilft es, über einen gewissen Zeitraum die Essgewohnheiten zu überdenken und gegebenenfalls auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten.

Wie man einen Blähbauch weitgehend vermeiden kann

Hier muss zunächst angemerkt werden, dass Menschen unterschiedlich auf bestimmte Nahrungsmittel reagieren. Was dem Einen ein Völlegefühl nebst vermehrter Darmwinde beschert, verdaut der Andere ohne weitere Beschwerden. Grundsätzlich kann man jedoch sagen, dass gedünstete Lebensmittel bekömmlicher sind als Rohkost. Wer ohnehin mit einer eher sensiblen Verdauung zu tun hat, sollte auf blähende Speisen weitgehend verzichten. Dazu gehören u.a.

  • Hülsenfrüchte wie Bohnen,

  • Erbsen oder Linsen.

  • Allerlei Kohl- und Gemüsesorten wie Kohlrabi oder Paprika

  • sowie Zwiebelgewächse wie Lauch und natürlich Zwiebeln

bringen den Darm zum Klingen und seinen Besitzer manchmal zur Verzweiflung.

  • Vollkornprodukte wie frisches Brot oder Müsli können ebenfalls Blähungen hervorrufen,

  • ebenso eine sehr fettreiche Ernährung.

  • Der Genuss von Kohlensäurehaltigen Getränken, Kaffee, zu viel Zucker oder Zuckeraustauschstoffen sollte ebenfalls dem empfindlichen Verdauungsprozess zuliebe erheblich eingeschränkt werden.

  • Zusätzlich sollte auf ausreichende Bewegung zur Anregung einer regelmäßigen Verdauung geachtet werden.

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