Wirsing – Im Notfall gegen Schmerzen

Wirsing – Im Notfall gegen Schmerzen

Wirsingkohl ist ein beliebtes Gemüse, welches es fast das ganze Jahr über frisch zu kaufen gibt. Es ist schmackhaft, bietet viele Zubereitungsvarianten und ist gesund.

Obwohl Wirsing, so wie einige andere Kohlsorten auch, fast das ganze Jahr über erhältlich ist, wird der Kohl eher dem winterlichen Speiseplan zugeordnet. Dabei eignet sich der Wirsing mit seinen dicken grünen Blättern auch für sommerlich leichtere Küche, zum Beispiel als Füllung in einer Lasagne oder als Gemüsepfanne mit Tomaten und Zwiebeln. Egal, ob der Wirsing nun im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter verzehrt wird – gesund ist er zu allen Jahreszeiten. Mit nur 31 Kalorien pro 100 Gramm zeigt sich der Wirsing äußerst figurfreundlich und bringt darüber hinaus neben heilsamen Schwefelölen, Eiweiß, Fette und Eisen eine Portion Vitamin A sowie mehrere B-Vitamine mit. Grund genug, die grünen Blätter des Wirsing auch mal roh, fein geraspelt und mariniert, als Salatzubereitung zu servieren.

Wirsing – schmackhaft in der Küche und heilend bei Schmerzen

Wirsing – Im Notfall gegen Schmerzen-Um möglichst wenig Schadstoffen die Gelegenheit zu geben, ungehindert in den Kochtopf zu wandern, sollten unbedingt die Außenblätter entfernt werden. Denn in den krausigen Außenblättern des Wirsing verstecken sich oft viele Schadstoffe, besonders Blei. Auch wenn die Blätter zart und appetitlich erscheinen – auf der sicheren Seite ist man, wenn mindestens 4 bis 6 Blätter entfernt werden. Für ein feines Wirsinggemüse als Beilage werden die Blätter von den dicken Rippen befreit und klein gezupft. Kurz blanchieren, mit Butter anschwitzen, mit süßem Rahm löschen und höchstens 15 Minuten lang dünsten. Wer mag, mischt dem Kohl beim Dünsten Zwiebeln oder Apfelstückchen bei. Mit Salz und Pfeffer sowie etwas gemahlenen Kümmel abschmecken. Doch neben dem kulinarischen Genuss helfen Wirsingblätter Bauchweh, Brustschmerz oder Krämpfe im Bein zu lindern.

Wirsingblätter – Das Geheimnis süddeutscher Großmütter

Bei Brustschmerz, Bauchweh oder Krämpfen im Bein wussten sich süddeutsche Großmütter früher bestens zu helfen. Denn ein Doktor war nicht immer zur Stelle beziehungsweise weit weg. Sie entrippten dunkelgrüne Wirsingblätter, erwärmten sie kurz in kochendem Wasser, um sie anschließend mit einer Flasche zu plätten. Noch heiß wurden die Blätter dem Kranken auf die schmerzende Stelle gelegt und mit Tüchern abgedeckt. Diese Prozedur soll rasch schmerzlindernd gewirkt haben und regt auch heutzutage zum Nachahmen an.

Fotos: Efraimstochter, bykst, pixabay

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