Wie Gesunddenken der Seele hilft

Wie Gesunddenken der Seele hilft

Gesunddenken – bezieht man sich auf Philosophen der Antike, bedeutet, mit der Seele im Einklang zu sein, kurz, die Mitte zu finden.

Damals wie heute sind wir Menschen von zahlreichen Einflüssen unterschiedlichster Art umgeben. Vieles davon bewegt uns, lässt unsere Gedanken nicht mehr los, weckt Wollen und Begehrlichkeiten. Ein jeder formt seine eigenen Vorstellungen, seine Betrachtungsweisen, bildet sich seine Meinung. Den antiken griechischen, indischen sowie chinesischen Philosophen war bereits damals bewusst, dass das menschliche Denken maßgeblich dafür verantwortlich ist, wie sich unsere Seele fühlt. So wundert es nicht, dass sich philosophische Größen wie Seneca, Konfuzius oder Platon mit dem Heilen der Seele, dem Gesunddenken, umfassend beschäftigten. Nach ihren Ansichten sowie ihren Lehren wurden etliche Gemütszustände der Seele, hervorgerufen durch menschliche Regungen wie z. B. Ängste, Zorn, Hass oder Neid und Habgier dann als Krankheit formuliert, wenn sie im übersteigerten Maß die Gedanken und infolge das Handeln beherrschten.



Achte auf deine Gedanken und denke gesund

Jeder hat so seine eigenen Gedanken. Egal aus welchem Anlass sie entstehen. Doch was, wenn sich Gedanken ständig um bestimmte Dinge im Kreis drehen, dabei keine Lösung in Sicht ist und das Gedankenkarussell uns so stark in Beschlag nimmt, dass nicht nur die Seele leidet, sondern sich auch körperliches Unwohlsein einstellt? Frei nach Buddha:

Wir sind, was wir denken.

Denken wir negativ, nistet sich die negative Tendenz in der Seele ein und zieht weiter in den Körper. Deshalb ist ein Gesunddenken besonders wichtig, denn was und wie wir denken, wirkt sich auf unser Wohlbefinden aus. Unsere Gedanken „entscheiden“ sozusagen darüber, ob es uns seelisch gut geht. Ob wir unseren Platz im Leben positiv ausfüllen oder antriebsarm, griesgrämig, verhasst, neidisch oder ängstlich sind, Begehrlichkeiten hinterherjagen, die wir nie erreichen können, hängt letztendlich entscheidend davon ab, wie wir die Dinge betrachten, sie bewerten und mit ihnen umgehen.

Negative Gedanken in positives Gesunddenken umwandeln

Der römische Kaiser und Philosoph Marc Aurel hat es sehr treffend formuliert, Zitat:

„Das Leben eines Menschen ist, was seine Gedanken aus ihm machen“.

Nun ist es durchaus sinnvoll und hat seine Berechtigung, auch über Krankheit, Scheitern oder Geldmangel nachzudenken. Solange der realistische Blick nicht durch übersteigerte Ängste und Besorgnis, sprich von einem ständig wiederkehrenden, seelisch belastenden Gedankenkarussell überlagert wird, ist alles im Lot. Denn schlechte Gedanken können sich derart manifestieren, dass sie sich verselbstständigen und zu der Überzeugung führen, man würde tatsächlich krank werden oder mit allem scheitern. Negative Gedanken ziehen Negatives an! Darüber hinaus wird die Seele und der Körper permanent in einen Stresszustand versetzt. Auch depressive Verstimmungen bis hin zu Depressionen sind infolge nicht auszuschließen. Grund genug, sich seine Gedanken bewusst „anzuschauen“ und sich im positiven Gesunddenken zu üben. Dazu gehört u.a.

  • den Fluss des Lebens zu akzeptieren
  • Wertvorstellungen zu hinterfragen und evtl. zu relativieren
  • auf die Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit zu achten
  • sich selbst genug zu sein
  • innere Werte zu setzen, weniger auf Äußeres zu konzentrieren
  • auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren

Gedanken bestimmen unser Handeln

Ein weiteres Zitat, diesmal vom russischen Schriftsteller Leo Tolstoj:

„Der Gedanke ist alles. Der Gedanke ist der Anfang von allem. Und Gedanken lassen sich lenken. Daher ist das Wichtigste: Die Arbeit an den Gedanken.“

Wie Gesunddenken der Seele hilftDem ist fast nichts mehr hinzuzufügen. Gedanken lassen sich lenken, denn nicht die Gedanken beherrschen uns, sondern wir beherrschen unsere Gedanken. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, der dazu die Fähigkeit besitzt. Die einzige Voraussetzung für künftiges Gesunddenken ist die Bereitschaft zur inneren Veränderung. Ziehen negative Gedanken Negatives an, so funktioniert das Gesunddenken glücklicherweise umgekehrt. Positives Denken fördert Positives, befreit den Körper und die Seele von Ballast und Stress. Man bekommt den Kopf frei, die vorher selbst auferlegten Grenzen werden durchbrochen.

Foto: Bilder_meines-Lebens, geralt, pixabay