Antibiotikum – nützlicher Helfer mit Allergie-Risiko

Antibiotikum – Ohne die Wirkstoffe dieser chemischen Keule wäre der Körper aggressiven Krankheitserregern hilflos ausgeliefert. Die schnelle Hilfe muss nicht, aber kann allergische Reaktionen auslösen.

Ob Infektionen, bakterielle Entzündungen der Atemwege, der Blase oder der Schleimhäute – die Liste der Erkrankungen für den notwendigen Einsatz eines Antibiotikums ist lang. Antobiotika wirken in der Regel rasch. Bereits nach den ersten Einnahmen ist meist eine deutliche Verbesserung der Beschwerden spürbar. Präventiv verabreicht, beispielsweise vor und nach Operationen, soll das Mittel das Wachstum von Bakterien hemmen bzw. abtöten. Bakterien kommen fast überall vor. Ein gesunder Körper kommt normalerweise mit einer Vielzahl von Bakterien klar, denn nicht alle Arten sind zugleich auch Krankheitserreger. Im Gegenteil; für unsere Verdauung sind Bakterien sogar nützlich. Doch neben der erwünschten Wirkungsweise töten Antibiotika nicht nur Krankheitserreger ab, sondern auch die “guten” Bakterien und bergen darüber hinaus ein erhöhtes Risiko für Allergien in sich.

Antibiotikum – Begriff für verschiedene antibiotische Substanzen

Neben Sulfomanid-Kombinationen, Penicillinen mit schmalem sowie breitem Wirkspektrum gibt es weitere Substanzen, die entweder synthetisch oder biotechnologisch hergestellt werden. Ihre Verabreichung hängt von der jeweiligen Erkrankung ab. Der behandelnde Arzt wird stets bemüht sein, seinem Patienten ein gut verträgliches Antibiotikum zu verordnen. Doch die Frage, ob Unverträglichkeiten oder Allergien bekannt sind, können die wenigsten Patienten mit Gewissheit beantworten. Es sei denn, es wurden bereits negative Erfahrungen mit einem der Wirkstoffe gemacht. Der in vielen Antibiotika enthaltene Wirkstoff Amoxicillin kann neben den bekannten Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen zu unangenehmen Hautausschlägen, Juckreiz und Fieber führen. Die Bildung rötlicher Hautknötchen, die sich über den gesamten Körper erstrecken sowie mit starkem Juckreiz einhergehen können, zählt zwar zu den eher seltenen Nebenwirkungen, weist jedoch auf eine schwere allergische Reaktion hin. Einzelheiten über Nebenwirkungen sind dem jeweiligen Beipackzettel zu entnehmen.

Was tun bei Hautreizung, Jucken oder roten Flecken

Wirkstoffe von Antibiotika können allergische Reaktionen hervorrufen. Der Beipackzettel klärt über mögliche Risiken auf. Menschen reagieren jedoch unterschiedlich auf Medikamente. Wenn allergische Reaktionen bekannt sind ist es besonders wichtig, die Wirkstoffe zu kennen. Doch wie geht man mit Reaktionen um, wenn diese zum ersten Mal auftreten? Der Betroffene sollte zunächst Ruhe bewahren. In der Regel verschwinden die Anzeichen allergischer Reaktionen nach einigen Tagen und sind eher harmlos. Verschlimmern sich jedoch die Beschwerden, ist unverzüglich Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten. Nur er kann Schwere und Ausmaß der Reaktion beurteilen. Gegebenenfalls muss das Medikament sofort abgesetzt werden und die Einnahme von Hystaminen wird erforderlich. Bei juckenden oder rötlich gefärbten Hautknötchen sollte zudem auf warmes Duschen sowie auf die Verwendung parfümierter Cremes vorübergehend verzichtet werden.

Fotos: stux, pixabay

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